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Anekdote aus der Model-Kartei (Part IV)

vom: Aug 20 2013

Regelmäßig schreib ich hier über die MK (model-kartei) und deren netten Models. Ohne jetzt alle schlecht zu machen und alle über einen Kamm zu scheren, es sind auch gute Models unterwegs.

Tja, was war passiert? Nette Dame aus NRW, 21 Jahre jung, mittelmäßige Fotos, offensichtlich mit dem Handy gemacht. Nicht weiter schlimm, jeder fängt mal klein an und schließlich sind wir alle in der MK um dazu zu lernen. Nach meinem üblichen anschreiben, was man sich denn so vorstellen könne kam auch gleich eine Antwort von der ich eigentlich dachte, daraus könnte was werden. Zwischenzeitlich war bei der guten Dame etwas Prüfungsstress weswegen sich die Unterhaltung etwas in die Länge zog – aber hey, kein Problem, alles nur Hobby und wir haben Zeit.

Und dann ging es auch schon das Thema „was shooten wir den“?

Antwort: Können wir was mit Wasser machen?

Öhm, klar, mit Wasser kann man viel machen – also Rückfrage: Was genau willst du denn mit Wasser machen?

Mein Job und so

vom: Apr 24 2013

Boar, man man man – nach dem ich jetzt schon seit einigen Tagen in der Modelkartei unterwegs bin möchte ich euch folgende Zeilen widmen und mal einiges klar stellen. Oder kennt ihr das, man wird immer (vorwiegend von Bekannten) gefragt ob man nicht mal schneller „hier“ und „dort“ ein Bild machen könnte? Nur mal schnell „das Knöpfchen drücken“. In diesem Beitrag möchte ich gerne einen Einblick in das Leben eines Fotografen geben, was man tut und auf was man sich fast täglich einlassen muss. Hauptsächliche beschreibe ich die Thematik um einen TFP Vertrag im Zusammenhang mit einer online-Modelkartei.

Viele nehmen das Wort TFP gerne in den Mund, wissen aber gar nicht so genau was es ist und was bedeutet. Fangen wir also vorne an: TFP bedeutet „time für prints“ oder „time für pictures“. In der modernen Welt wird das auch gerne mal durch TFCD (time for CD) ersetzt, was heißt, das der Austausch der entstandenen Bilder auf CD erfolgt. Ein TFP-Shooting findet immer ohne entgeltliche Bezahlung statt. Weder das Model noch der Fotograf bekommen in irgendeiner Art und Weise Geld. Jede Seite, Fotograf oder Model, hat seine eigenes Päckchen zu tragen. Der Fotograf bringt seine Kamera oder Ausrüstung mit, das Model die Ausstrahlung und Zeit. Soweit klar. 

„Mal ebend Knöpfchen drücken“ und meine Arbeit…Pah! Von wegen. Bei einem 3 Std. Shooting entstehen gerne mal 400 Bilder und mehr. Das variiert natürlich von Shooting zu Shooting, je nach Aufnahmebereich und dauer. Von diesen angenommenen 400 Bildern werden 100 aussortiert weil das Model die Augen zu hat, die Pose nicht stimmt oder das Outfit faxen gemacht hat. Weitere 50 werden aussortiert weil unscharf, nochmals 50 wegen unvorteilhaften Speckröllchen und so weiter bis schlussendlich nur noch 20 Bilder über bleiben. Spätestens jetzt sollte klar werden, dass ich als Fotograf nicht nur „der gute Kollege bin, der mal eben das Knöpfchen drückt“. Mitunter muss ich eine mehrere Kilo schwere Ausrüstung mitschleppen, Stative auf- und abbauen, auf den Boden liegen, auf Leitern steigen usw. – da kann auch gerne mal das Deo versagen. Und das alles für 20 Bilder.

Die Bilder sind Aushängeschild für beide Parteien und sollten entsprechend eine gewisse Qualität aufweisen. Meine Bilder verlassen in den wenigsten Fällen unbearbeitet meinen Computer. Warum? Ganz einfach – der erste Eindruck zählt. Angenommen das Bild taucht in einer (oder der) Modelkartei, Setcard oder Fotoalbum auf und nach der hoffentlich positiven Rückmeldung kommt immer zwangsweise die Frage: Wer hat das Bild gemacht? Genau deshalb legen auch erfahrene Models größten Wert auf bearbeitete Fotos. Ich als Fotograf auch.
10 wirklich gute Fotos sind 100 mal besser als 1000 Bilder die schlecht sind. Zudem sieht man sich irgendwann satt, wer möchte schon gerne 100 oder mehr Bilder einer Person sehen? Ich nicht!

Schon mal „Germany next Top Model“ gesehen? Hast du dich schon mal gefragt warum die am Ende immer nur ein Bild bekommen? Klar, es werden mehrere schöne Bilder entstanden sein, aber auch eine Menge unbrauchbare. Denk mal drüber nach…

Mein Lieblingsthema: Geld verdienen!
Und davon möglichst viel, schnell und wenn möglich wenig dafür tun. Keine Bewertung, im Profil direkt nach „only PAY Shootings“ schreien aber mittelmäßige Bilder präsentieren. Zeigt mir doch schon: Kein Fotograf war bisher bereit dein Preis zu zahlen. Mal abgesehen von der Modeltechnischen, nicht vorhandenen, Glanzleistungen. Modeln ist harte Arbeit, Posen müssen über Minuten gehalten werde. Das würde auch mal heißen, dass man jetzt gerade nichts trinken oder essen darf weil das aufwendige Make-up sonst für den Allerwertesten war.
Weiter kommt auch gerne mal die Frage nach einem „Fahrtkostenzuschlag“ oder ein wenig Geld für ein Ticket. Herr Gott, ich will mich da nicht so haben, das Shooting soll ja nicht an 5-10 Euro scheitern. Das steht natürlich im kontroversen Gegensatz zu meiner Einleitung weiter oben, wir erinnern uns: „Weder das Model noch der Fotograf bekommen in irgendeiner Art und Weise Geld.“ Tja, dann wird es halt nicht mehr TFP. Auch egal. Aber was ich damit sagen will und noch mal hervorheben möchte: Ich fotografiere aus Leidenschaft und aus Spaß an der Freude. Ich schaffe mir teureres Kamera Equipment an, Objektive, Blitze, Reflektoren und sogar eine Studioanlage an. Und ihr Models? Ihr nehmt eure Klamotten fertig gebügelt aus dem Schrank – Geldausgabe gleich null. Warum sollte ich eigentlich nicht Geld für meine Arbeiten nehmen? In meiner Spiegelreflexkamera sind auch mechanische Teile, die nutzen sich ab. Nach 100.000 Auslösungen geht der Spiegel über den Jordan – und dann? Dann kaufe ich mir wieder eine neue Kamera für 1500 Euro. Ja, richtig gelesen und ich habe mich nicht verschrieben. Tausend-fünf-hundert-Euro! Kommen wir zurück zu den Fahrtkosten – sofern das Shooting nicht bei mir zu Hause stattfindet habe ich auch Fahrtkosten, wer zahlt die denn?

Und weil es so schön ist: Kein Shooting ohne Vertrag
Ein Vertrag bietet Klarheit und Schutz zu gleich. Geregelt werden z.B. Fahrtkostenzuschüsse oder Aufnahmebereiche. Zwischen Teilakt und Akt Aufnahmen besteht ein Unterschied und wenn der Fotograf schon sabbernd darauf wartet, dass sich das Model nun endlich entblättert und das nicht passiert - genug des Kopfkinos. Im Vertrag wird geregelt wie weit es geht. Nicht selten kam es vor das nach einem erfolgreichen TFP-Shooting das Model fragte: „… und das Geld überweißt du dann?“ Unter anderem deshalb den Vertrag vor dem Shooting zeigen lassen! Und Leute: Es geht nichts über Kommunikation – ein kurzes Telefonat im Voraus, Erklärungen was man erwartet, was man sich vorstellt sollte zu einem Professionellen Auftreten dazu gehören. Je mehr man vorab klärt, desto weniger muss man später beim Shooting darüber sprechen und so bleibt mehr Zeit zum fotografieren. Es geht auch nicht darum sein Telefonnummern speicher im Handy auf das Maximum aus zu reizten sondern um effektives Arbeiten. Denn keiner kann mir sagen das das, was ich oben beschrieben habe, keine Arbeit ist.

Nach einigen Tagen Model-Kartei Zugehörigkeit wollte ich mal wieder ein Update posten. Es ist in der Zwischenzeit einiges passiert.

Aktiv mit der MK habe ich mich Ende 2012 beschäftigt. Im DSLR-Forum habe ich damals um Hilfe und alternativen gebeten und musste schnell feststellen, dass es außer der MK nur eine fast vergleichbare Community (fotocommunity) gibt. Aber, die MK ist halt Gefühl immer noch größer. Die Haptik hat allerdings seit der Umstellung auf die Version 4 etwas gelitten. Sonst vertraute Klicks mussten Mühsam neu erlernt werden. Nicht das man in meinem Alter schon lernresistent ist, aber eine gewisse Umstellung ist es halt schon. Naja, bisher habe ich alles gefunden, zur Not auch mit Hilfe des Forums. Dennoch möchte ich erwähnen, dass eine Funktionen schon sehr eigenartige Züge annehmen. Bleiben wir ruhig beim Forum – die klassische Ansicht, unterteilt in Rubriken und Themen untereinander sucht man vergeblich. Stattdessen wird alles in Typischen MK-Blasen angezeigt, welche mit den Themen „Offizielles model-kartei.de Forum“, „Community“, „Themenforen“ und „Geschlossene Gesellschaft“ betitelt werden. Mal im Ernst – was soll das?

Weiter gibt es einen seit der Version 4 eingeführten Blog. Ich habe unter einem Blog immer verstanden das man das neuste rund um ein Thema schreibt. Ich sag es mal so: Der älteste Eintrag ist vom 26.8.2012 und handelt von einem Nikon Kameratest. Soweit so gut, gefolgt der Technikplanung, der Anpassung der VIP Gebühren, einem Testbeitrag für Bilder, Content Delivery Network (wtf???), SSL Beitrag und einem Beitrag zur Entstehung der API. Ähm, ja, und wo ist der Themenbezug zum Model oder generell was damit zu tun hat. Ein Blick hinter die Kulissen bzw. die Kommunist ein zu beziehen ist immer nett aber sind halt auch alle samt aus 2012. Ach ja, Neues & Updates mit einem einzigen sagenhaftem Beitrag gibt es auch.

Aber es gibt auch gutes: Es gibt einen MK-TV. Hier werden leichtverständlich die Handhabung mit Models, Makeup und Kameratechnik erklärt. Sehr gut gemacht wie ich finde.

Und die Models? Ja, die gibt es auch auf in der MK. In meinem Papierkorb befinden sich mittlerweile 102 Unterhaltungen und anfragen. 102 mal jemanden angeschrieben und keine Antwort bekommen oder eine für mich völlig absurde Forderung von 300 Euro Gage für sagenhafte 2 Std. Shooting. Den 102 Absagen stehen 23 Models mit einem Interesse – wobei man hier auch noch mal schauen muss was raus kommt, entgegen. Ich werde die Tage die Damen mal nach und nach anschreiben und schauen wie es um das Interesse bestellt ist. Mit 31 weiteren Models schreibe ich gerade aktiv – eine ganze Menge. Aber: Es dauert unheimlich lange bis ein Termin zu Stande kommt. Manche sind auch aus Zucker und möchten gerne shooten wenn es warm ist. Pussys! Andere sind im Abistress oder anderweitig verhindert – schade schade. Aber die Zeit bis dahin kann man die Zeit mit der Planung verbringen.

Ich werde wohl in Zukunft schauen das ich zweigleisig Fahre – einmal in der MK und einmal in Facebook. Ja, Facebook eigent sich dazu auch. Einfach mal jemanden anschreiben, das klappt schon.

Und mein Fazit?
Modelkartei ist schon sehr nett. Ein Upgrade auf den VIP Status in Silber für 6 Monate für 18€ Euro lohnt sich für die gebotenen Funktionen schon. Nur mehr Models kommen dadurch auch nicht. Mal sehen was noch so alles kommt. Ich werde natürlich von den Highlight weiter berichten.

Modelkartei Part II

vom: Feb 04 2013

In meinem ersten Beitrag hatte ich schon über die Schwierigkeiten erzähl, wie es ist als "Neuling" Models zu finden.

Hier dann mal wieder ein kleines Update über den derzeitigen Status.
Über die Modelkartei habe ich einige nette Kontakte geknüpft, mal mehr mal weniger erfolgreich. Hier tummelt sich nach wie vor alles rum, von TFP (Kostenlose Bilder für das Model, Bildrecht an den Fotografen) bis hin zum Payshooting für 50 bis hin zu 300 Euro habe ich schon so gut wie alles gelesen. Nichts desto trotz gibt es auch die Modelanfänger und da ist nach wie vor noch alles offen. Mit einer Person stehe ich noch in Kontakt und bei gutem Wetter wird es bestimmt auch zu einem Treffen kommen.

Modele aus dem Internet

vom: Oct 29 2012

Wie ihr sicher wisst habe ich seit einigen Tagen eine Studioanlage die irgendwie ungenutzt im Keller steht. Damit ist es jetzt vorbei, nächste Woche werden sich die ersten mutigen vor die Blitze wagen und ich den ersten richtigen Schritte in Richtung Studiofotografie machen.

Doch leider ist es gar nicht so einfach, die richtigen Modele zu finden. By-the-way und schon so oft gesehen (auch in gedruckten Büchern): Modele sind Models welche sich vor der Kamera tummeln, Modelle (mit doppel "L") sind zum Beispiel Modellautos. Also bitte beachten und anwenden.